
Nach einer viel zu kurzen Nacht erhoben wir uns, um halb Neun, von unsren provisorischen Luxusbetten um uns, nach gründlicher Morgenwäsche, zum Morgenlob zu begeben. Beim Frühstück stärkten wir uns für den bevorstehenden Tag, der eine kräftige Portion an schweißtreibender Arbeit für uns bereithielt.
Nach der Einteilung der Gruppen auf die verschiedenen Wohngebiete Innsbrucks ging es dann ans Eingemachte. Jede Gruppe wurde mit riesigen Postsäcken voller Postwurfsendungen ausgestattet.
Das Austeilen der „Post“ gestaltete sich als Kampf mit Wohnhaustür - Spracheinrichtungen, verschlossenen Postkästen, Stiegen und der Hitze. (Da tat es nur gut, dass es im Stiegenhaus so schön kühl warJ)Um zirka halb drei stärkten wir uns mit einer typischen tirolerischen Hausmannskost, nämlich mit köstlich schmeckenden Tirolerknödel.
Nach dem Mittagessen ging es dann wieder weiter mit dem „Postausteilen“ in Tirols größter City.Am Abend kamen wir zusammen, um uns nach dem hektischen Austeilen wieder zu Besinnen und die Heilige Messe zu feiern.
Nach einem kreativen und außergewöhnlich schmeckenden Thunfischsalat packelten wir einen Teil von Postwurfsendungen ein.Zu später Stunde feierten wir noch, in einem sehr gemütlich und urig eingerichteten Lokal, mit Herbert seinen neunundzwanzigsten Geburtstag, wo das ein und andere Bier floss.
Die Nachtruhe traten wir viel zu spät an. Leider stand uns wie gewohnt nur eine sehr kurze Nacht bevor, da um 7 Uhr Tagwache ist.

… der ungeborenen Kinder liegen heute, am Ende des Pro Life Marsches, hinter jedem von uns: Wir haben unser Ziel, Innsbruck, erreicht. Unser Marsch für die kleinsten und schutzbedürftigsten Mitmenschen ging somit zu Ende. Bei jedem unserer vielen Schritte haben wir uns bewusst gemacht, dass wir durch unser Zeugnis und unser Gebet ein Menschenleben retten können. Dass wir auf dem richtigen Weg waren, zeigten uns nicht zuletzt die Teilnehmer am Marsch, die durch ihr lebendiges Zeugnis bewiesen, dass der Mensch in jeder Lebensphase wertvoll und liebenswürdig ist: Die jüngste Teilnehmerin war 4 Monate, die älteste 85 Jahre alt. Mit dem Pro Life Marsch geht auch eine wundervolle Wegstrecke in unserem Leben zu Ende. Die vielen bewegenden, interessanten und lustigen Erlebnisse dieser Woche werden sicher noch lange in uns nachklingen!
Hoher und herzlicher Empfang in Innsbruck
Die heutige Strecke war vergleichsweise kurz. Nach einer leider sehr frühen Tagwache sollten wir die 11 km von Absam bis Innsbruck aber in Windeseile zurücklegen. Schon um 11 Uhr hatten wir den ersten Termin bei Jugend-, Familien-, Frauen- und Senioren - Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, die uns gleich nach unserer Ankunft in Innsbruck herzlich empfing und uns in unserem Engagement ermutigte. Sie selbst hat ein Adoptivkind und setzt sich für schwangere Frauen in Not ein. Ebenso freundlich wurden wir anschließend von Stadträtin Mag. Christine Oppitz-Plörer vor dem Rathaus empfangen. Auch ihre aufmunternden Worte freuten uns sehr. Es ist wohltuend, wenn man manche Politiker/innen auf seiner Seite weiß!
Hoffnung weiter geben
Die überaus freundliche Aufnahme in den jeweiligen Stationen, die spontanen Einladungen zum Essen auf unserem Marsch und die vielen berührenden Begegnungen mit Menschen, die sich bei uns für unseren Einsatz bedankten, gaben uns Mut und Hoffnung, im Anliegen des Lebensschutzes weiter zu kämpfen. Diese Hoffnung müssen wir an jene weitergeben, die sie am nötigsten haben. Wir bleiben gerade deshalb noch einige Tage länger in Innsbruck, um so vielen Menschen Mut zum Kind zu machen. Während der „Aktion Gute Hoffnung“ werden wir als Postboten aktiv: An so viele Haushalte wie möglich verteilen wir in den nächsten Tagen ein Embryomodell samt Informationen zum ungeborenen Leben. Mögen wir zu Post-Boten des Lebens werden!
Margret, Pressesprecherin von Jugend für das Leben
Wir absolvierten heute unsere vorletzte Station vor Innsbruck: Von Schwaz wanderten wir nach Absam bei Hall in Tirol. Nach ein paar kurzen Verwirrungen, die aufgrund teilweise fehlerhaften Kartenmaterials zustande kamen, gingen wir einen wunderschönen Weg nördlich des Inns entlang der Berge. Einerseits war es sehr traurig, dass P. Kaufmann uns gestern verlassen hat, andererseits begleitete uns heute Familie Steinacher: Norbert, unser Chef, seine Frau und seine hübsche, vier Monate alte Tochter, was natürlich umso erfreulicher war. Auch eine ehemalige Schauspielerin ließ es sich trotz ihres hohen Alters nicht nehmen, mit uns für die Ungeborenen zu wandern. Unerwartet hatten wir strahlenden Sonnenschein, was wahrscheinlich auf P. Kaufmanns Wettersegen zurückzuführen war.
Abends stieß Pfarrer Enichlmayr zu uns und feierte in der Wallfahrtskirche von Absam eine Heilige Messe. Philipp spielte an der prächtig tönenden Orgel und meine Wenigkeit versuchte mit Gesang durch das Orgelspiel zu dringen. Es war eine wunderschöne Messe.
Nach der besten Pasta cabonara - von unserem Engel Angie, der die Küche “managed”, saßen wir noch etwas beieinander und genossen die Gemeinschaft. Doch nicht allzu lang, denn morgen müssen wir früh aus dem Bett, denn wir haben um elf Uhr einen Empfang bei der Landesrätin Frau Mag. Zoller-Frischauf und um 12 bei Stadträtin Mag. Oppitz-Plörrer.
Daniel, Student
Maria Brettfall und ein Besuch bei Freunden
Heute wanderten wir von Strass im Zillertal nach Schwaz in Tirol. Da diese Etappe sehr kurz ist, konnten wir es am Morgen etwas gemütlicher angehen: ein ausgedehntes Frühstück und ein etwas späterer Abmarsch. Wir bildeten zwei Gruppen: die gemütliche Gruppe nahm den direkten Weg über die Landesstraße nach Schwaz. All jene, die noch mehr Energie hatten, machten einen Abstecher zur Wallfahrtskirche Maria Brettfall, die hoch über Strass auf einem Felsen thront.
Kaffee und Kuchen
Am Fuß des Berges trafen wir wieder mit der anderen Pro Life Marsch Gruppe zusammen und wanderten Rosenkranz betend weiter. Unser Weg führte uns auch durch St. Margarethen in der Nähe von Jenbach. Der bei Frauen sehr häufige Drang auf die Toilette zu gehen war dort eine Bereicherung für die ganze Gruppe. Margret kam mit der Chefin des Kaffeehauses ins Gespräch über unseren Marsch für das Leben. Diese war so begeistert von der Idee, für die Rechte der Ungeborenen durch Österreich zu wandern, dass sie uns spontan auf Kaffee und Kuchen einlud. Nachdem wir für sie und ihre Gaststätte ein Segenslied gesungen hatten, machen wir uns wieder auf den Weg und setzten mit dem vierten Gesätz des freudenreichen Rosenkanzes fort.
Monika, Generalsekretärin
Wenn man als „LogistikManager“ am Morgen aufwacht, ist das ein ganz tolles Gefühl: man muss sich nämlich nicht wie alle anderen beeilen, um möglichst schnell seine sieben Sachen gepackt zu haben, sondern man steht erst nach einer Weile ganz gemütlich auf und verrichtet in Ruhe seine Morgentoilette.
Auch nach dem Frühstück und dem daran anschließenden Morgengebet ist es gewöhnlich nicht wirklich stressig. Nicht aber heute: ich merkte beim Verladen der ersten Gepäckstücke, dass sich unter einigem Material - welches ich vor einer Woche bei strömendem Regen im Anhänger verstaut hatte und seitdem nicht mehr angerührt habe - Schimmel ansetzte und war erstaunt ist wie schnell sich dieser gebildet hat. Ich wurde schön langsam nervös…
Ich griff zu Maßnahmen, wie man sie von einen 19-jährigen wie mir sicher nicht erwartet hätte: dem Schimmel den Kampf ansagen, einen Eimer mit Wasser füllen und mit einem Schwamm zu schruppen beginnen…
Anschließend wurde es langweilig. Zwei Stunden warten, bis alles wieder trocken ist, um die gleiche Erfahrung nicht nocheinmal machen zu müssen. Doch diese Zeit konnte ich abwechselnd mit eucharistischer Anbetung und Naschen überbrücken.
Dann wurde es am Abend noch einmal interessant. Wenn mehrere Leute gleichzeitig vom Bahnhof abgeholt werden wollen und man aber kurz darauf bei der Gestaltung der Abschiedsliturgie von P. Kaufmann mitwirken soll, dann bringt einen das vor der anschließenden Multimediashow und dem heißersehnten Abendessen nochmal ins Schwitzen.
Philipp, Maturant
Einige Frühaufsteher sind vor dem Frühstück zur Hl. Messe gegangen. Nach einem Morgenlob unter freiem Himmel in Schwoich bei Kufstein, sind wir losmarschiert.
Auf dem Weg von Kufstein nach Wörgl haben einige Jugendliche mit viel guter Laune gesungen. In Wörgl hat Pater Kaufmann eine Katechese gehalten. Danach sind wir nach Kundl weitergegangen. Eine lange Strecke neben der Bahn wo die Sonne sehr stark auf unsere Köpfe schien.
Gott sei Dank hatte Roman viel Wasser eingepackt! Denn manche Damen haben ihre Wasserflaschen vergessen. Vor dem Ortschwimmbad in Kundl hat unser Bus mit dem Mittagessen auf uns gewartet. Dann waren wir froh, dass wir uns im Schwimmbad erfrischen konnten. Gegen 18.00 brachen wir auf um rechzeitig zur Hl. Messe in Kundl zu sein. Vor dem Pfarrhaus wurden wir herzlich empfangen. Nach der Hl. Messe hielten wir unseren Vortrag über den Lebensschutz. Danach wurden wir mit Gulaschsuppe und Semmeln von der Pfarre verköstigt.
Ich gehe seit Lofer am Pro Life Marsch mit. Es ist für mich wichtig, sich für das Leben einzusetzten: für die Geborenen und die Ungeborenen. Außerdem genieße ich die nette Gemeinschaft.
Martina, Kinderbetreuerin

Heute legten wir nach den Srapazen der letzten Tage einen wohl verdienten Ruhetag ein. Nach dem Frühstück, beschloss der größte Teil der Gruppe einen Ausflug nach Kufstein zu machen, um sich die Festung anzusehen. Der wesentlich kleinere, verbleibende Teil, hielt die Stellung im Pfarrsaal um sich bei einem kleinen Schläfchen zu erholen. Im kleinen Kreis genossen wir zu Mittag eine Leberkäs-Jause, die uns vom Schwoicher Spar-Markt gesponsert worden war – Vergelt´s Gott!
Am Abend traf schließlich die Gruppe wieder zusammen und nutzte die Möglichkeit, das Konzert der Schwoicher Ortskapelle zu besuchen. Mit dem Abendessen und einer gemütlichen Runde endete dieser vergleichsweise kurze Rasttag!
Florian, Student
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